MÜNCHNER  SPAZIERGÄNGE

STAND: JANUAR 2022


OPTIKER-SCHAUFENSTER


Ein potentieller Kunde erfasst ein Schaufenster nur für 2 Se­kun­den, schafft dieses in dies­er Zeit nicht, sei­ne Auf­merk­sam­keit auf die Wa­ren zu zie­hen, geht der Passant wei­ter. Das lässt sich durch eine pro­fes­sio­nel­le Schau­fens­ter­de­ko­ra­tion ent­schei­dend ver­bes­sern. Ei­ne an­spre­chen­de Wa­ren­prä­sen­ta­tion und der Ein­satz von Blick­fän­gen ist die Vo­raus­set­zung für ein schö­nes Schaufenster.

In der Leopoldstraße

Eine ansprechende Wa­ren­prä­sen­ta­tion und der Ein­satz von Blick­fän­gen ist die Vo­raus­set­zung für das Ge­schäft.

Leopoldstaße

Das Schau­fens­ter ist ein wich­ti­ges Wer­be­me­dium, das nach den sel­ben Grund­sät­zen und ähn­li­chen Kri­te­rien ges­tal­tet wird wie Wer­be­pla­kate oder Prospekte.

Nordendstraße

Bei mei­nen Streif­zü­gen durch Mün­chen ist mir im­mer wie­der auf­ge­fal­len, dass insbesondere die Schau­fens­ter von Au­gen­op­ti­kern nicht selten mit gro­ßer Krea­ti­vi­tät ges­tal­tet wurden.

Sendlinger Straße

Ob­wohl bi­sher mein Kauf­ver­hal­ten da­durch nicht be­ein­flusst wur­de, ha­be ich mir an­ge­wöhnt, mei­ne Auf­merk­sam­keit ver­stärkt und mit groß­em Ver­gnü­gen auf Bril­len­lä­den zu fo­kus­sieren.

Fünf Höfe

Ich be­ab­sich­ti­ge keineswegs, in die­sem Blog-Bei­trag Wer­bung zu ma­chen, aber das Ge­schäft „Pupille Optik“ möch­te ich den­noch nen­nen, denn es ist für sei­ne krea­ti­ve Schau­fens­ter­kunst be­rühmt. Es ist für mich eine Freu­de, je­des Mal wenn ich am Gärt­ner­platz vor­bei­kom­me, in die­sem La­den neue De­ko­ra­tions­ideen ent­de­cken zu können.

Pupille Optik am Gärtnerplatz

Freilich ist beim Betrach­ten der Schau­fens­ter das Te­ma „Werbung“ für mich ne­ben­säch­lich. Ich er­freue mich le­dig­lich an Ideen und Ges­tal­tun­gen, als wür­de ich ein Kunst­objekt im Mu­se­um be­trach­ten. Wenn mich nicht ir­gend­ein Ges­talt­ele­ment be­son­ders da­rauf hin­weist, be­fas­se ich mich nicht mit der Psy­cho­lo­gie des Ver­kau­fens. Selbt­ver­ständ­lich weiß ich, dass aus ei­ner De­koration mit ei­ner Wer­be­fi­gur eine kom­plet­te, ziel­füh­ren­de Wer­be­ak­tion wird, die das Schau­fens­ter zu ei­nem voll­wer­ti­gen Wer­be­me­dium macht.

Wenn ei­ne derart schö­ne und elegante Frau hier kau­fen wür­de, kann ich das auch tun, das ist die Aus­sa­ge der fol­gen­den Kom­po­sition.

Gärtnerplatz

Durch das Aufsetzen einer Bril­le wird aus dem De­ko­ge­gen­stand „Gorilla“ ei­ne Wer­be­fi­gur für Au­gen­glä­ser. Er sug­ge­riert dem Be­trach­ter den (feh­len­den) Wer­be­text „Hier wür­de ich eine Bril­le kaufen!“.

In der Schellingstraße

Das Schöne an an dieser Art von The­men­spa­zier­gän­gen ist, dass sich nichts wie­der­holt. Die sel­be De­ko­ra­tion bleibt nie lan­ge in ei­nem Schau­fens­ter. Das liegt an der Na­tur von Wer­bung, dass sie im­mer wie­der über­ra­schen muss.

Wieder in der Schellingstraße

Manchmal ist ein Schau­fens­ter­spa­zier­gang durch Mün­chen – vo­raus­ge­setzt, man hat kei­ne „Shop­ping“-Ab­sich­ten – ge­nau das Rich­ti­ge, um die See­le bau­meln zu lassen.